Vibecoding mit Vibe CLI von Mistral – Ein Gespräch mit dem Entwickler
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Vibecoding mit Vibe CLI von Mistral – Ein Gespräch mit dem Entwickler

 

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Vibecoding beschreibt eine neue Art zu programmieren: Statt jede Codezeile manuell zu schreiben, beschreibt der Entwickler in natürlicher Sprache, was eine Anwendung tun soll – die eigentliche Implementierung übernimmt weitgehend eine KI. Der Mensch steuert dabei über Prompts, Feedback und Iterationen den „Vibe“ des Codes, während das Modell den Großteil der Routinearbeit erledigt. In diesem Kontext bringt das Vibe CLI von Mistral den Vibecoding-Ansatz direkt in den Entwickler-Workflow und ermöglicht es, Userstories, Boilerplate-Code und wiederkehrende Aufgaben dialogbasiert umzusetzen. Doch wie gut funktioniert das in der Praxis? Im Interview berichtet unser Entwickler von seinen Erfahrungen mit der Integration des Tools, den Ergebnissen seiner Tests und den Herausforderungen im Alltag.

Frage: Wie wurde Devstral Mistral Vibe CLI in Visual Studio Code eingebettet?

Antwort: Ideal wäre die Einbindung über ein offizielles ACP-Plugin. Da es jedoch derzeit kein verifiziertes ACP-Plugin für VS Code gibt, habe ich das Vibe CLI in der Version 2.4.0 - Devstral 2 über ein Terminalfenster integriert. Über den einfachen Befehl „vibe“ lässt sich das Tool direkt aufrufen – unkompliziert, aber nicht so komfortabel, wie es mit einer nativen Plugin-Lösung wäre.

 

Frage: Welche Aufgaben sollen durch Vibecoding gelöst oder unterstützt werden?

Antwort: Vibe CLI soll Entwicklern das Schreiben von Boilerplate-Code, Annotationen und Kommentaren abnehmen. Durch die gewonnene Zeit kann der Fokus von Entwicklern stärker auf Logik, Kreativität und Architektur liegen und weniger auf Routinearbeit.

 

Frage: Was untersuchst du im Zusammenhang mit Vibecoding?

Antwort: Ich möchte herausfinden, ob es möglich ist, allein durch Vibecoding eine komplette Userstory umzusetzen – und ob dabei tatsächlich Zeitersparnisse entstehen. Zudem interessierte mich die Qualität des generierten Codes, insbesondere bei wiederkehrenden Aufgaben und komplexeren Implementierungen.

 

Frage: Was sind deine Ergebnisse zum Vibecoding Experiment?

Antwort: Mit reinem Vibecoding lässt sich eine Userstory bislang nicht vollständig zufriedenstellend umsetzen. Bei komplexeren Aufgaben macht die KI Fehler oder Fehlinterpretationen, vor allem im Frontend-Bereich. Es ist schwierig, die Oberfläche exakt so generieren zu lassen, wie sie in der Userstory beschrieben ist.
Zudem ist die Qualität des Codes stark schwankend, sodass eine manuelle Nachbearbeitung oft unvermeidlich ist. Dadurch geht ein Großteil des erhofften Zeitvorteils verloren.

 

Frage: Welche Vor-/Nachteile siehst du konkret mit Mistral Vibe CLI?

Antwort: Positiv hervorzuheben ist, dass es sich um eine europäische Lösung handelt, die Datenschutz und Datenverarbeitung nach europäischen Standards respektiert. Negativ fällt allerdings die mangelhafte Einbindung in Visual Studio Code auf. Eine native Integration würde den Workflow deutlich verbessern.

 

Frage: Wo siehst du Risiken oder Ausbaupotenzial?

Antwort: Ein großes Risiko sehe ich in der Wartbarkeit von KI-generiertem Code. Mit der Zeit könnten Projekte unübersichtlich werden, da Vibe CLI teilweise doppelte oder unnötige APIs generiert. Auch wenn die Anforderungen funktionell erfüllt werden, sind die gewählten Lösungswege manchmal ungewöhnlich oder ineffizient. Hier besteht definitiv Potenzial für Optimierung, besonders in Bezug auf Codequalität und Struktur.

 

Fazit

Dieses Interview zeigt: Vibecoding ist ein spannendes Werkzeug, vor allem für Standardaufgaben! Die Zeitersparnis lag in diesem Bereich bei 30%. Zur Umsetzung von komplexen und wartbaren Anwendungen durch die KI braucht es noch Weiterentwicklung und menschliche Entwickler, die Codequalität, Architektur und Sicherheit im Blick behalten.